Facebook Lead Ads: Sofortformular oder Landingpage?
Was ist der Unterschied?
Beim Sofortformular bleibt der Interessent auf Facebook oder Instagram, bei der Landingpage verlässt er die App und füllt ein Formular auf deiner Seite aus.
Das Sofortformular, bei Meta auch Instant Form genannt, öffnet sich direkt in der App. Name, E-Mail und Telefonnummer sind oft schon vorausgefüllt. Ein paar Klicks, fertig. Bei einer Landingpage tippt der Interessent auf die Anzeige, landet auf deiner Website, liest, und füllt dort ein Formular oder einen Rechner aus.
Der Unterschied ist also nicht die Technik, sondern die Hürde. Das Sofortformular macht die Anfrage so leicht wie möglich. Die Landingpage verlangt etwas mehr Einsatz. Beides hat Folgen für Preis und Qualität.
Was ist besser für Leads?
Keins von beiden ist immer besser: Das Sofortformular bringt mehr und günstigere Anfragen, die Landingpage weniger, dafür meist verbindlichere.
- Sofortformular: niedrigerer Preis pro Anfrage, mehr Menge, weniger Verbindlichkeit. Manche wissen nach zwei Tagen nicht mehr, dass sie angefragt haben.
- Landingpage oder Rechner: höherer Preis pro Anfrage, weniger Menge, mehr Verbindlichkeit. Wer sich durch eine Seite klickt, hat sich schon mit dem Thema beschäftigt.
Deshalb führt der Preis pro Anfrage hier besonders in die Irre. Eine Anfrage über das Sofortformular für 30 € kann schlechter sein als eine über die Landingpage für 70 €. Entscheidend ist, wie viele davon zum Termin werden. Wie du das misst, steht in Terminquote berechnen.
Das Sofortformular muss also nicht automatisch schlechter sein. Gut gebaut, mit den richtigen Fragen und einem schnellen Rückruf, kann es genauso gute Termine bringen wie eine eigene Seite.
Wann sich eine Landingpage lohnt
Eine Landingpage lohnt sich, wenn dein Angebot Erklärung braucht oder wenn du einen Rechner als Einstieg nutzen willst.
Ein Rechner gibt dem Interessenten zuerst etwas, bevor er nach Daten fragt. Wer seinen möglichen Beitrag ausrechnet, ist ein anderer Mensch als jemand, der schnell zwei Felder antippt. Auch wenn du viel erklären musst, etwa ein ungewohntes Angebot oder einen hohen Preis, hilft eine Seite mit Platz für Belege und Antworten.
Der Preis dafür: Eine Landingpage muss schnell laden, auf dem Handy funktionieren und sauber gemessen werden. Jede Sekunde Ladezeit und jedes zusätzliche Feld kostet Anfragen. Ohne saubere Messung weiß Meta nicht, welche Klicks zu Anfragen wurden, und kann nicht lernen.
Die richtigen Einstellungen im Sofortformular
Ein Sofortformular funktioniert nur mit den richtigen Einstellungen: Ziel „Leads“, ein klarer Ort für die Anfrage, manuelle Auslieferung und deutsche Sprache.
- Ein klarer Ort. Als Ort der Conversion wählst du entweder das Sofortformular oder die Website, nicht die Mischoptionen, die Meta anbietet. Sonst weißt du am Ende nicht, woher welche Anfrage kam.
- Manuelle Auslieferung. Steht das Formular auf automatisch optimiert, kann Meta Fragen weglassen. Dann fehlen genau die Filter, die du gebaut hast.
- Sprache auf Deutsch. Standard ist oft Englisch. Dann stehen Knöpfe und Hinweise auf Englisch im Formular, und das kostet Vertrauen.
- Telefonnummer als Pflichtfeld. Dazu Vorname und E-Mail. Mehr Pflichtangaben braucht es am Anfang nicht.
Meta bietet außerdem einen Formulartyp für höhere Absicht an, bei dem der Interessent seine Angaben noch einmal bestätigt. Das senkt die Menge etwas und kann helfen, schnelle Klicks ohne echtes Interesse auszusortieren.
Welche Fragen ins Formular gehören
Ins Formular gehören zwei bis drei Fragen, von denen jede eine eigene Aufgabe hat.
Fragen, die man einfach wegklicken kann, filtern kaum. Eine Frage, die zum Nachdenken zwingt, wirkt anders. Schon eine einzige gut gewählte Frage kann die Qualität der Anfragen deutlich verändern.
Gute Fragen haben drei mögliche Aufgaben:
- Passt die Situation? Zum Beispiel Berufsstand, Lebenslage oder Art des Unternehmens.
- Wie dringend ist es? Zum Beispiel wann jemand starten möchte.
- Wie ernst ist es? Eine Frage, bei der man kurz nachdenken muss, statt nur zu tippen.
Sehr genaue Angaben wie ein exaktes Einkommen schrecken auch passende Menschen ab. Spannen zum Antippen funktionieren besser. Wie du gut filterst, steht ausführlich in Leads qualifizieren.
Telefon-Verifizierung: Nutzen und Grenzen
Eine Bestätigung der Telefonnummer per SMS filtert falsche Nummern, sagt aber nichts darüber, ob der Mensch zu dir passt.
Ohne Bestätigung landen immer wieder Anfragen mit falschen oder vertippten Nummern bei dir. Dagegen hilft die SMS-Bestätigung. Sie hat aber auch eine Kehrseite: Kommt die SMS nicht an, kommen auch keine Anfragen. Wer die Verifizierung einschaltet, sollte deshalb in den ersten Tagen genau hinschauen, ob überhaupt Anfragen ankommen.
Die Endseite: der unterschätzte letzte Schritt
Auf die Endseite gehört ein klares Versprechen, wann und wie du dich meldest, denn es entscheidet mit, ob der Interessent abhebt.
Schreib dort klar, dass und wann du dich persönlich meldest. Wer das gelesen hat, rechnet mit dem Anruf. Das hilft später bei der Erreichbarkeit, die bei gekauften Leads oft das größte Problem ist. Mehr dazu in Warum gekaufte Leads nicht erreichbar sind.
Eine Falle: Manche bauen eine Absage-Endseite für alle, die nicht passen. Das klingt sauber, aber Meta zählt die Anfrage trotzdem als Lead und du bezahlst sie. Schlimmer noch, Meta lernt daraus, mehr solcher Menschen zu finden. Besser sind Antwortmöglichkeiten, die von vornherein nur passende Menschen sinnvoll auswählen können.
Wenn du als Einstieg etwas verschenkst, etwa eine Checkliste als PDF, brauchst du dafür keine eigene Seite. Die Datei lässt sich direkt auf der Endseite des Sofortformulars zum Ansehen anbieten.
Was nach dem Absenden passiert
Nach dem Absenden zählt nur noch eins: dass die Anfrage sofort bei dir ankommt und du schnell anrufst.
Anfragen aus dem Sofortformular landen zunächst bei Meta. Wenn du sie dort erst Tage später herunterlädst, ist der Vorteil der frischen Anfrage verloren. Besser ist eine Verbindung, die jede neue Anfrage sofort in dein System schickt und dich benachrichtigt. Wie der erste Anruf dann aussieht, steht in Leads anrufen: so läuft der erste Anruf.
Typische Fehler bei Facebook Lead Ads
Die häufigsten Fehler sind ein Formular ohne Filter, die automatische Auslieferung und ein Urteil nach zu wenigen Anfragen.
- Kein Filter. Nur Name und Nummer, keine Frage. Dann kommt jeder durch.
- Automatische Auslieferung. Meta lässt Fragen weg, und keiner merkt es.
- Zu frühes Urteil. Nach fünf Anfragen lässt sich nichts sagen. Warte, bis genug Anfragen im gleichen Aufbau zusammengekommen sind.
- Formular als Problem übersehen. Klicken viele auf die Anzeige, aber kaum jemand fragt an, liegt es meist am Formular.
- Langsamer Rückruf. Das beste Formular hilft nicht, wenn der Anruf erst am nächsten Tag kommt.
Wie viel ein Lead mit Sofortformular oder Landingpage bei dir kosten würde und was am Ende dabei herauskommt, rechnest du mit dem Potenzial-Rechner aus. Was die Werbung insgesamt kostet, steht in Meta Ads Kosten für Vertriebe.
Häufige Fragen
Ist ein Sofortformular oder eine Landingpage besser?
Das Sofortformular bringt mehr und günstigere Anfragen, die Landingpage weniger, aber verbindlichere. Entscheidend ist, wie viele davon zum Termin werden, nicht der Preis pro Anfrage.
Wie viele Fragen sollte ein Facebook-Lead-Formular haben?
Zwei bis drei Fragen, jede mit eigener Aufgabe. Mehr Fragen senken die Menge spürbar.
Warum fehlen Fragen in meinem Lead-Formular?
Oft steht die Auslieferung auf automatisch optimiert. Dann darf Meta Fragen weglassen. Stell sie auf manuell.
Lohnt sich die Telefon-Verifizierung?
Sie filtert falsche Nummern, sagt aber nichts über die Passung. Prüf nach dem Einschalten, ob die Bestätigung bei den Interessenten ankommt.
Kann ich ein PDF ohne Landingpage ausliefern?
Ja. Die Datei lässt sich direkt auf der Endseite des Sofortformulars zum Ansehen anbieten.
Wie bearbeite ich ein Facebook-Lead-Formular?
Ein veröffentlichtes Formular lässt sich in Meta nur begrenzt ändern. Meist legst du eine Kopie an, passt sie an und tauschst sie in der Anzeige aus. Dann beginnt die Auswertung von vorn.
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