Maxim Claudius Blog
Von Maxim ClaudiusAktualisiert am 18.10.20266 Min. Lesezeit

Leads kaufen als Versicherungsmakler: was dahintersteckt

KURZ GESAGTGekaufte Leads sind schnell da, aber oft nicht exklusiv, schwer erreichbar oder nie wirklich interessiert. In meinen Gesprächen mit Maklern ist das der häufigste Frust überhaupt. Wenn du kaufst, dann exklusiv, frisch und mit sofortigem Anruf.

Was Makler mir erzählen

Der häufigste Satz über gekaufte Leads ist, dass sie mehrfach verkauft werden.

Gekaufte Leads sind das Thema, das in meinen Gesprächen am häufigsten fällt, bei fast 20 Maklern und Beratern. Die Sätze ähneln sich: Die Kontakte seien mehrfach verkauft, schon von anderen angerufen oder hätten nie wechseln wollen. Einer brachte es so auf den Punkt: Die Dinger werden achtmal verkauft.

Auffällig ist, dass fast niemand sagt, gekaufte Leads funktionieren gar nicht. Die meisten haben einzelne gute Abschlüsse daraus. Der Frust kommt von der Menge an Zeit, die für die vielen anderen draufgeht.

Wie Lead-Anbieter arbeiten

Ein Lead-Anbieter sammelt Anfragen über eigene Kanäle und verkauft sie an Makler weiter, entweder exklusiv an einen oder geteilt an mehrere.

Die Anfragen entstehen meist über Vergleichsseiten, Ratgeberseiten oder eigene Anzeigen des Anbieters. Der Interessent gibt dort seine Daten ein, oft weil er einen Preis wissen will. Danach wird der Kontakt an einen oder mehrere Makler geliefert.

Für dich heißt das: Der Interessent hat nicht dich angefragt, sondern eine Seite, deren Namen er vielleicht schon wieder vergessen hat. Er kennt dein Gesicht nicht und erwartet deinen Anruf nicht. Wird der Kontakt geteilt, rufen ihn mehrere Makler in kurzer Zeit an. Genau daraus entsteht der Eindruck, dass niemand mehr rangeht. Die einzelnen Gründe dafür habe ich in Warum gekaufte Leads nicht ans Telefon gehen zusammengetragen.

Was gekaufte Leads kosten

Die Preise, die mir Makler genannt haben, lagen zwischen rund 70 € und 500 € pro Lead.

Ein PKV-Team zahlte teilweise 500 € das Stück. Rechne deshalb nie mit dem Preis pro Lead, sondern mit dem Preis pro Termin und pro Abschluss.

Die Rechnung ist einfach: Preis pro Lead geteilt durch deine Terminquote ergibt, was dich ein Termin kostet. Ein günstiger Lead, aus dem selten ein Termin wird, kann pro Termin teurer sein als ein teurer Lead, aus dem oft einer wird. Wie du die Terminquote sauber misst, steht in Terminquote berechnen.

Zum Preis pro Lead kommt deine Zeit. Jeder Anruf, der ins Leere geht, und jedes Gespräch mit jemandem, der nie wechseln wollte, kostet dich Stunden, die du nicht beraten kannst. Diese Kosten stehen auf keiner Rechnung, sind aber oft die größeren.

Warum so wenige zum Termin werden

Die meisten gekauften Leads scheitern an drei Dingen: Exklusivität, Frische und Filter.

Alle drei Punkte haben dieselbe Ursache: Du kontrollierst nicht, wie der Kontakt entsteht. Du kaufst das Ende eines Prozesses, den jemand anders gebaut hat. Wenn dort etwas nicht stimmt, kannst du es nicht ändern, du kannst nur den Anbieter wechseln.

Worauf du beim Kauf achten musst

Wenn du Leads kaufst, dann nur exklusiv, frisch und mit klarer Herkunft.

Wie du gekaufte Leads richtig abtelefonierst

Wenn du schon gekaufte Leads hast, holst du am meisten heraus, wenn du sofort anrufst, den Anlass nennst und jede Quelle getrennt misst.

Diese Punkte helfen, ändern aber nichts daran, wie der Kontakt entstanden ist. Dafür brauchst du eine eigene Quelle.

Die Alternative: eigene Kaufanfragen

Die Alternative zu gekauften Leads sind eigene Kaufanfragen, die nur dir gehören.

Eigene Anfragen gehören nur dir. Sie kommen über Anzeigen mit deinem Gesicht, gehen durch eine Vorprüfung und landen sofort bei dir. Bei einem PKV-Team aus meinem Kundenkreis kostet eine eigene Kaufanfrage heute rund 20 € statt teilweise 500 € für eine gekaufte.

Der Unterschied liegt nicht nur im Preis. Der Interessent hat dich in der Anzeige gesehen, bevor er anfragt. Er erwartet deinen Anruf. Seine Telefonnummer ist geprüft, und seine Antworten im Formular zeigen dir vor dem Gespräch, ob er passt. Wie das bei Lucas und Fabian aufgebaut ist, beschreibe ich in PKV-Leads selbst generieren statt kaufen.

Kaufen oder selbst generieren?

Kaufen ist schneller gestartet, selbst generieren ist auf Dauer planbarer und gehört dir.

Ein eigenes System ist nicht für jeden der richtige Schritt. Sinnvoll wird es ab etwa 10.000 € Monatsumsatz und wenn du Zeit hast, neue Anfragen schnell anzurufen. Was bei dir drin wäre, rechnest du im Rechner auf meiner Startseite aus. Den Gesamtblick auf alle Wege der Kundengewinnung gibt es in Neukundengewinnung für Finanzberater.

Häufige Fragen

Was kostet ein gekaufter Versicherungslead?

Die Preise, die mir Makler genannt haben, reichten von rund 70 € bis 500 € pro Lead. Entscheidend ist aber, was dich am Ende ein Termin und ein Abschluss kostet.

Was bedeutet ein exklusiver Lead?

Ein exklusiver Lead wird nur an einen einzigen Makler geliefert. Ein geteilter Lead geht an mehrere, die dann alle dieselbe Person anrufen.

Darf ich gekaufte Leads einfach anrufen?

Für Werbeanrufe bei Verbrauchern braucht es nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Frag deinen Anbieter, wie sie eingeholt wurde, und kläre Zweifel mit deinem Rechtsberater.

Ist es besser, PKV-Leads zu kaufen oder selbst zu generieren?

Ein PKV-Team aus meinem Kundenkreis hat gekaufte Leads für teilweise 500 € durch eigene Kaufanfragen für rund 20 € ersetzt. Selbst generieren braucht dafür ein Setup und eigenes Werbebudget.

Lohnt sich Leads kaufen überhaupt?

Für einzelne Abschlüsse manchmal ja. Planbar wird es selten, weil du Herkunft, Exklusivität und Filter nicht selbst steuerst. Wer regelmäßig Neukunden braucht, fährt mit eigenen Kaufanfragen meist besser.

Willst du wissen, wie das bei dir aussehen würde?

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Maxim Claudius
Maxim ClaudiusBaut Anfragensysteme für Vertriebe.
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